Modellhafte Marktwertkurve eines Fußballspielers

Der Transfermarkt

Die Profi-Fußballvereine investieren zu jeder neuen Saison Millionenbeträge in neue Spieler, um einerseits Spieler zu ersetzen, die den Verein verlassen und andererseits das Qualitätsniveau der Mannschaft zu steigern und somit durch Beteiligung an den verschiedenen Fußballwettbewerben größere sportliche – und damit letztendlich auch wirtschaftliche – Erfolge zu erzielen. Zugleich erzielen die Vereine auch Ablösesummen in teils beträchtlicher Höhe für von ihnen an andere Klubs abgegebene Spieler.

Neue Investoren, welche die kommerziellen Möglichkeiten des Profi-Fußballs für sich erkannt haben, sorgen dafür, dass auch in den Ligen außerhalb der Top 5 stark in die Mannschaften investiert wird. Dies hat eine größere Konkurrenz in diesen Ligen und vor allem in den europäischen Vereinswettbewerben zur Folge. Der verstärkte Wettbewerb der Klubs untereinander hat dazu geführt, dass immer mehr Transfers in immer kürzeren Abständen erfolgen und die Vereine ihre Kader heute in zwei oder drei Jahren oft komplett durchwechseln.

Letztlich ist es diese Entwicklung, die zum Entstehen eines globalen Transfermarktes im Profi-Fußball geführt hat.

Die fünf europäischen Top-Ligen aus England, Spanien, Italien, Deutschland und Frankreich generierten zusammen in den Spielzeiten seit 2005/2006 pro Saison Transferumsätze zwischen EUR 1,8 und 3,9 Mrd. Die in Bezug auf die Transferumsätze europaweit führende Profi-Liga ist die englische Premier League, wie die nachfolgende Grafik verdeutlicht.